Schrumpfrente!

Es ist mittlerweile schon eine Zeit her, da handelte sich die Bild-Zeitung massive Kritik ein, als sie von “Schrumpfrente” sprach. Die Kritik, die in manchen Punkten völlig berechtigt ist, war aber bereits damals verfehlt. Denn die Details mögen nicht gestimmt haben, das Bild, welches von der Bild-Zeitung gezeichnet wurde, war aber alles andere als falsch, denn es besagte, dass die gesetzliche Rentenversicherung in Zukunft wesentlich weniger Geld ausbezahlen kann.

Es sei nun heute auf diesen Spiegelbericht hingewiesen. Der Grundtenor des Berichts ist folgender: Junge Menschen werden in Zukunft nicht ansatzweise soviel Geld als Rente ausbezahlt bekommen, als sie einzahlen. Überlegt man, dass wir jungen Menschen recht alt werden, bedeutet dass offensichtlich, dass die Rente schrumpft. Nach einer sprachlichen Operation, der Wortzusamensetzung, entsteht ein Determinativkompositum: Schrumpfrente

Natürlich kann niemand die genaue Entwicklung der Renten vorhersagen. Man kann aber vergleichsweise verlässliche Näherungsangaben dazu berechnen. Und diese Berechnungen (oder Schätzungen) sind nicht sonderlich positiv – zumindest nicht für Menschen jüngeren Alters. Wenn der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Jürgen Papier, vermuten muss, dass die Renten unter Umständen beinahe verfassungswidrig werden könnten, dann fragt man sich zurecht, ob der Begriff “Schrumpfrente” nicht doch ein sinnvoller ist.

Bürgermeisterwahlen in Karlsruhe

So? Gestern sind sie also gewesen? Eine fabelhafte Wahlbeteiligung von 30,3% spricht mal Bände für die politische ‘Klasse’ in Deutschland. Wer keine Alternativen mehr zu dem ganzen Schwarz-Rot-Gedöhns mehr sieht, der geht wohl eben einfach nicht wählen. Mein persönlicher Grund, nicht wählen zu gehen war folgender: Ich bin mit der Berliner großen Koalition nicht einverstanden (soweit, dass ich meine Stimme keiner beteiligten Partei geben werde!). Die FDP, so gerne ich sie mag, betreibt derzeit eine Politik, die ich nicht gutheißen kann (v.a. im Bereich der Studiengebühren). Und, tja, die Grünen haben mich nicht erreicht mit ihren Zielvorstellungen für Karlsruhe. Von den anderen Parteien muss man wohl nicht reden.

Ich gebe aber auch zu, dass ich die Wahl vergessen habe. Wie ich oben aber schon dargelegt habe, konnte sie mir inhaltlich nicht wichtig sein.

Etwa 16% der Karlsruher haben sich einen ‘OB’ gewählt, der ihnen passt, dem Rest scheint er nicht zu liegen. Nicht Wählen zu gehen bedeutet nämlich nicht, heimlich für etwas zu sein, sondern es bedeutet, strikt gegen etwas zu sein, allerdings nur unter dem Gesichtspunkt, dass radikale Parteien am rechten wie linken Rand dem ‘Wähler’ auch nichts zu sagen haben. Die Vernunft gebietet längst, Deutschland den Bach runtergehen zu lassen.

Wahlgewinner?

Bei einer Wahlbeteiligung (in Baden-Württemberg) von gerade einmal 53,7% fällt es doch sehr schwer einen Sieger zu küren. Klar, erstmal der Oettinger. Aber welche Unterstützung hat der noch?

Nach einigem Rumrechnen stellt man erstaunt fest, daß er gerade einmal von etwa 25% der Wahlberechtigten die Stimme (in Politikerjargon: das Vertrauen) bekommen hat. Bedenkt man, daß vielleicht nicht alle Menschen in “BW” wahlberechtigt waren… Nein. Das Ergebnis wäre noch niederschmetternder.

Ja, Herr Oettinger! Ein großer Sieg ist Ihnen gelungen.

Laßt uns schweigen

Daß es in Deutschland dieses oder jenes Problem gibt, scheint zunächst einmal eine Trivialität. Doch welche sind es? Und – genauso wichtig – wie sind diese Probleme zu lösen?

Allem Dafürhalten nach dürfte es niemanden auf der Welt geben, der das geheime Wunderrezept gefunden. Also bedarf es der Diskussion, einer Disukussion zunächst darüber, was die Probleme sind, und in einem weiteren Schritt muß diskutiert werden, welche Lösungsmöglichkeiten es gibt, und welche man nutzen möchte.

Deswegen soll hier nach und nach eine Sammlung von Links zu diversen Artikeln entstehen, die sich mit den Problemen (vor allem mit den vergessenen) beschäftigen, oder mit Entwicklungen, die sich erst in der Zukunft zeigen werden, und die heute eventuell schon Reaktionen erfordern.

Die Demographische Falle

Kurz berichtigt

Schäuble! Jetzt reichts!

Mein Gott. Dieser Mensch sollte echt bald gefeuert werden! Erst die Bundeswehr im Inneren einsetzen wollen, und dann darauf hinweisen, daß die Polizei bald im Ausland eingesetzt werden könnte (via Netzeitung). Begründung:

Polizisten müssten sich darauf einstellen, in einem «gefährlichen Umfeld» im Ausland zu operieren, wenn wie bei den Unruhen im Kosovo 2004 das Militär an seine Grenzen stoße, so der Minister.

So ein unglaublicher Unfug. Mag ja sein, daß er ein schlauer Kopf ist, und manch ein anderer (ich) seine Weisheit nicht zu erkennen vermag – unwahrscheinlich ist es trotzdem.

Hoffentlich wird dieser Innenminister aus Freiburg bald gefeuert.

Klar: Ein Rücktritt wäre auch schon ein erster Schritt *g* von ihm, aber es wäre nicht genug – ein Rücktritt hat ja immer auch was freiwilliges und uneinsichtiges.