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Heute keine Revolution

Es klingt schon blöd, wenn ein paar Eisbrocken am Boden eines ICEs abprallen. Der Zug kommt zum stehen (und ist bereits verspätet). Zehn Minuten Stillstand, keine Informationen. Nichts. Und nicht mal ein Fahgast kriegt nen Ausraster, wird laut oder ausfallend. Bin stolz auf euch, liebe Mitreisende.

Mit ner Revolution wirds mit dieser Bürgerruhe aber auch nichts. Und weiter geht’s.

Der Kumi Na Tano Wahlcheck

In genau einer Woche wird mal wieder der Bundestag gewählt. Zeit also, die Parteien einem kleinen Check zu unterziehen und zu sehen, wie die beiden Stimmen auf dem Wahlzettel zu verteilen sind. Der Check geht von rechts nach links :D

Die CDU

Keine Überraschung hier: Eine konservative, rechtslastige und rückwärtsgewandte Partei ist für mich unwählbar. Noch ein paar weitere Gründe, hier kein Kreuzchen zu setzen: Ingo Wellenreuter, Ronald Pofalla, Zensursula (nein, die Internetsperren sind nicht vergessen!), Bundeswehreinsatz im Inneren, die Filbinger-Connection Oettinger-Brunnhuber-Mappus, …

Die FDP

War bislang immer für mich eine Partei, die einerseits anziehend andererseits aber auch extrem abstoßend war. Der Grund ist einfach: Die Konzentration der aktuellen Führung auf das ‘bürgerliche’ Lager ist für mich unerträglich. Immer wieder allerdings konnte man doch hoffen, dass hier etwas Vernunft einzieht und sich die Partei zumindest offen hält, auch andere Optionen zu prüfen. Das wird die Partei aber wohl nicht machen. Prinzipiell könnte ich wohl auch mit einer CDU/CSU-FDP-Regierung leben. ABER: Die große Frage ist, ob sich die FDP in mir wichtigen Punkten (Bürgerrechte, Internetsperren, etc.) gegen die Union in Koalitionsverhandlungen durchsetzen kann. Zumal Westerwelle Profi genug ist, um einzusehen, dass Programminhalte bei Koalitionsverhandlungen bestenfalls Verhandlungsmasse sind: “Ok, ihr kriegt die Internetsperren, dafür kriegen wir die Steuersenkung (oder was auch immer)” – vereinfacht ausgedrückt – dürfte wohl an der Tagesordung sein. Bislang konnte ich von der FDP noch nicht erleben, dass sie tatsächlich zu ihrem Wort stehen. Zusätzlich erschwerend kommt hinzu, dass ich mit einigen sozialpolitischen Vorstellungen der Liberalen nicht einverstanden bin.

Fazit: Wenn das GROßE ABER geklärt wäre, vielleicht eine Option für die Zweistimme. In der derzeitigen Lage ist die Partei aber wohl keine Option.

Die SPD

Die große Frage hier: Kann und darf man dieser Partei die Internetsperren vergeben? Klare Antwort: Nein.

Die Grünen

Ich persönlich bin der Ansicht, das eine Regierung aus FDP und Grünen (ohne weitere Partner) die wohl beste Lösung darstellen würde. Leider sprechen zwei Dinge dagegen: Die ideologischen Differenzen sind leider zu groß um zu sehen, das diese Konstellation faszinierende Möglichkeiten hätte und vor allem, das die Differenzen gar nicht so groß sind. Der zweite, auch wichtige Grund ist der, dass FDP und Grüne zusammen wohl nicht auf 50% + X kommen würden. Jamaika und die klassische Ampel kommen einem hier in den Sinn – und tränenreich verabschiedet sich die Vision einer Zukunft, denn beide Optionen sind auf diese oder jene Art zur Zeit ausgeschlossen.

Dennoch: Grüne wählen oder lieber nicht? Das deutsche Wahlsystem fordert, die Erststimme der SPD oder der CDU zu geben. Nur in wenigen Wahlkreisen lohnt es sich, einer anderen Partei diese Stimme zu geben. Ich bin aber durchaus nicht der Meinung, dass diese Einstellung richtig ist: Am Ende der Wahl stehen Stimmenergebnisse und diese sind interpretierbar. Und wenn sich nun zeigt, dass die Unterstützung für die beiden ‘Volksparteien’ schwindet, so müssen sich diese ein paar Gedanken machen, warum dies passiert. Und je größer der Druck ist, um so realistischer wird es, dass die Parteien mal in sich gehen und einen Schluck Realität des 21. Jahrhunderts nehmen. Ohne es vorweg zu nehmen, denn eine Überraschung ist hier nicht mehr zu erwarten: Grün ist die Erststimme. Keine Alternative.

Die Linke

Hier wirds schwer, aber ich muss leider sagen, dass ich zwar Rot-Rot-Grün nicht mehr ganz so verschlossen bin wie noch vor ein paar Monaten. Aber das heißt noch lange nicht, dass die Linkspartei eine Stimme von mir bekommt.

Die Piratenpartei

Jetzt wird es dann doch spannend: Kann diese junge Partei das Rennen um meine Zweitstimme machen? Einiges spricht dafür: Die Piraten entstammen einem Milieu, welchem ich mich durchaus zurechnen würde: Junge Menschen, die das Internet als Lebensraum entdeckt haben und in diesem Bereich einen Kompetenzmangel bei den etablierten Parteien entdeckt haben. Aber andererseits stimme ich kaum einer Vorstellung der Piraten zu: Weder bin ich für eine Kultur- und Download-Flatrate, noch bin ich für die bedingungslose Abschaffung der Vorratsdatenspeicherung. Gegen Internetsperren bin ich aber durchaus. Das alles ist in diesem Fall aber nebensächlich. Eine Stimme für die Piratenpartei ist meiner Meinung nach vor allem ein symbolischer Akt: Er soll den etablierten Parteien vor Augen führen, dass es bestimmte Bereiche gibt, in denen diese einfach Mist bauen. Das betrifft so ziemlich allen, was Unter-30-Jährige so betrifft: Nachhaltigkeit der Sozialsysteme und der Frage, wie das Internet als Rechtsraum erhalten werden kann (und nicht zur Zielscheibe beliebiger Polemik der Reaktion wird).

Ergebnis

Nun sind die wesentlichen Aspekte zusammen getragen. Für mich sind zur Zeit nur die Grünen und die Piraten wählbar. SPD und FDP müssen sich das Vertrauen erst wieder erarbeiten und das wird wohl nicht in einer Woche geschehen. CDU und Linke waren und werden für mich nie Optionen sein. Bei den beiden Parteien habe ich immer das Gefühl, das es mindestens drei Universen geben muss, denn CDU, Linke und ich können doch kaum in einer Realität zusammen leben. Hier sind die kulturellen Unterschiede doch zu groß.

Welche Koalition solls also sein?

Koalitionen leben vom Kompromiss. Daher ist diese Frage unabhängig von der Parteienfrage zu sehen. Mein Traum, das habe ich schon bekannt, ist Gelb/Grün. Mein Alptraum ist die Fortführung der großen Koalition. Das war 2005 ein Fehler und es wird auch jetzt wieder ein Fehler sein. Die Probleme sind zu vielfältig, als dass man sie in die Hände einer Koalition des Stillstand legen dürfte.

Alle weiteren denkbaren Alternativen sind abhängig von den getroffenen Kompromissen. Schwarz/Gelb ist ok, solange die FDP nicht komplett umfällt und man sich dann doch auf einen flächendeckenden Mindestlohn einigen kann. Beide Jamaika und Ampel könnten durchaus gute Ergebnisse erzielen. Rot-Rot-Grün wäre eventuell auch in der Lage, gute Ergebnisse zu erzielen.

Eine gute Koalition besteht aus guten und vor allem systematisch durchdachten Kompromissen. An vielen Stellen ist leider heute keine isolierte Antwort möglich, sondern es muss ein größeres System dahinter aufgebaut werden. Dies trifft vor allem auf die sozialen Sicherungssysteme und auf das Steuersystem zu. In der Bildungspolitik müsste an sich wohl auch ein größerer Sprung gemacht werden.

Wahrscheinlich wird am Ende der Wahl nichts gutes rauskommen. Das ist jetzt schon absehbar.

Ausweitung von Netzsperren?

Der CDU ist eh alles zu zutrauen. Der Zorn der meisten richtet sich ja auch gerade deswegen auf die SPD, da kaum ein klar denkender Mensch von der CDU mehr als rechtskonservativ-populistischen Müll erwartet. Die SPD hatte dagegen zumindest den Ruf, nicht völlig verblendet zu agieren. Das hat sich bekanntlich als Irrtum erwiesen.

Ich persönlich habe mich immer als sozialdemokratisch verstanden, wenngleich eher in Richtung sozialliberal. Deswegen tun die Netzsperren ganz besonders weh, denn ich muss mich nun endgültig als politisch entwurzelt begreifen. Das wird etwas dauern.

In diesem Zusammenhang ist es schon verblüffend, dass es nicht einmal 24 Stunden gedauert hat, bis aus der Union die Unkenrufe der Gegner von Netzsperren bestätigt werden: Thomas Strobl fordert erneut, die Netzsperren auf ‘Killerspiele’ auszuweiten. Fernab der Frage, was er sich darunter konkret vorstellt, ist das ein extremer Skandal, der eigentlich dazu führen sollte, dass dieser Mann seine politische Karriere beenden sollte: Die meisten der sogenannten ‘Killerspiele’, die Herr Strobl sperren will, sind ja nicht mal verboten!

Wenn nun schon nicht einmal verbotene oder illegale Dinge gesperrt werden sollen, darf sich man doch wohl fragen, wie es diese 398 Vollidioten in den Bundetag geschafft haben.

Wie ernst es der Ministerin für Zensur ist, zeigt sich wohl auch daran, dass es ihr nicht nötig erschien, dieser Debatte im Parlament beizuwohnen. Ein Signal? Ja, das ist es.

Neue Notebook-Maus

Schon vor ein paar Jahren hatte ich einmal erwähnt, dass Computermäuse für mich elementar wichtig sind. Wer mich schon einmal über die Logitech MX Air hat reden hören, der weiß auch was ich meine, wenn ich sage, dass Logitech für mich mehr als nur ein Lebensgefühl darstellt.

Vor ein paar Wochen hat meine alte V500 nun zu spinnen angefangen. Schrecklich, immerhin ist diese Maus bis heute absolut unerreicht (von der MX Air mal abgesehen, aber das ist ein ganz anderes Thema). Daher bin ich schon seit einiger Zeit auf der Suche nach einem Ersatz, denn die V500 gibt es nicht mehr käuflich zu erwerben (ich könnte mich schlagen: Vor einem guten Jahr hatte ich mir ja schon einmal ein zweites Exemplar gekauft. Das würde jetzt gute Dienste leisten).

Lange rede, kurzer Sinn: Am Donnerstag hab ich die V550 für gerade mal 25 € beim Media Markt gesehen und natürlich gekauft. Die neue kann mit der V500 nicht annähernd mithalten, aber immerhin muss ich keine 70 Euro für die MX Air ausgeben, die sich aber definitiv lohnen würden.

Mit etwas Glück wird aber bei Logitech gerade an der V600 gearbeitet, die dann einfach eine V500 mit dem etwas kleineren neuen Empfänger wäre. Und dies wäre allerdings ein Fest für mich (und meinen Geldbeutel).

Computerspiel-Event in Karlsruhe abgesagt

Man kann zu Computerspielen stehen wie man will. Man kann auch die Sportwürdigkeit in Zweifel ziehen. Aber dass mal wieder die CDU auffällt, mit radikal anti-moderner Politik Jugendkultur zu verbieten ist schon ein starkes Stück.

So sichert man sich garantiert keine Stimmen, zumindest nicht aus der Jugend. Ich hoffe, dass die Wähler endlich anfangen, sich an Entscheidungen der Parteien zu erinnern. Denn dann sollte die CDU jedwede Stimme unserer Generation für immer einbüßen.

Da mir immer gefällt, aus Artikeln zu zitieren, hier auch eins:

“In der technologiefreundlichen Stadt Karlsruhe, in welcher auch das Bundesverfassungsgericht seinen Sitz hat, hätten wir einen solchen Umgang nicht erwartet”, sagt Turtle-Entertainment-Geschäftsführer Ralf Reichert. Die große Distanz zur Jugend und zu den neuen Medien lege einen schweren Generationskonflikt offen.

Ja, einen Generationenkonflikt würde ich hier auch sehen.

Nachtrag: Klar. Mit dieser Politik lassen sich zur Zeit noch Stimmen machen, denn die Alten sind in der Mehrheit. Die Zeit aber wird kommen, in der die alte Generation zu singen anfängt: “Wes Brot ich ess, des Lied ich sing”. Sie sollen hoffen, dass wir ihnen noch Brot geben.

Nachtrag II: Spiegel Online hat die Ereignisse mal zusammengetragen. Hier erscheint die Sache in einem etwas anderen Licht: Ingo Wellenreuter wollte sich ein etwas klareres politisches Profil verpassen. “Gelungen!”, möchte man ihm entgegenrufen: Deine Partei wird nicht mehr gewählt. Aber trotz allem: Gratulation an Heinz Fenrich. Schade, dass er sich nicht durchsetzen konnte – was gegen Populisten und Hirnverbrannte leider immer sehr schwierig ist; zumal wenn sie mit dem besorgten Bürger daher kommen.

Entwicklungshilfe – warum die Durchführung mangelhaft ist

Wieder ein Artikel auf Spiegel Online, der sich mit der Entwicklungshilfe in Afrika beschäftigt. Der Autor hat einige gute Punkte, wenngleich ich nicht unbedingt alle teile. Egal. Zumindest weist er auf das wirkliche Hauptproblem hin: Die heutige Entwicklungshilfe verursacht vor allem, dass die Reichen und Mächtigen einen Großteil der Gelder für sich nehmen. Gute Wortbildung hier: Kleptokraten. Was immer der Westen tun kann – und hier gehen die Meinungen weit auseinander – entscheidend ist, dass der Bevölkerung geholfen wird, diese Schicht loszuwerden.

Rumpfkluft

Vor zwei Wochen war das neueste T-Shirt bei der Rumpfkluft folgendes: “Fußball ist kein Thema derer, die das Morgen gestalten”. Dazu kann man wohl nicht mehr sagen, oder?

Betrachtet man heute den Fußball-Journalismus, so kommt einem auch sehr schnell das Kotzen. Da werden Vereine nach einem Sieg in den Himmel gelobt und zum Meisterschaftsfavoriten erklärt, und eine Woche später, bei der folgenden Niederlage fast schon zum Abstiegskandidaten abgestempelt. Die meisten Mißstände in der heutigen Presselandschaft sind aber genau auf diesen Mechanismus zurückzuführen. Eine Überschrift muss reißerisch sein und ein Ereignis, das nicht wenigstens den Weltuntergang nach sich ziehen könnte, ist streng genommen schon kaum mehr relevant.

Schon bitter für die NPD

Da ist man so sehr gegen Demokratie, für den Führerstaat und gerne auch gegen unser System. Und dann muss der Parteivorstand um seine Wiederwahl bangen. In den Zeiten der Vorbilder dieser Gestalten hätts das mal nicht gegeben, dass offen auf dem Reichsparteitag ein Gegenkandidat präsentiert wird.

Scheint wohl so, als würde die NPD plötzlich in sich selbst das finden, was sie so sehr bekämpft: Meinungsvielfalt. Möge sie daran ersticken!

Die Literaturgeschichte bei Wikipedia

Warum überlassen eigentlich gestandene Literaturwissenschaftler die verschiedenen Artikel über Texte und Autoren den ganzen Laien, die meinen, einen Lexikonartikel über Literatur verfassen zu können nur weil sie mal in früherer Zeit lesen gelernt haben? Blickt man dagegen auf Artikel z.B. medizinischen Inhalts, dann fällt auf, dass diese Artikel nur von Experten verfasst werden können (zugegeben: auch das Verstehen bleibt leider Experten vorbehalten).

Lohnenswert wäre aber doch eine entsprechende Qualitätsoffensive, denn dann könnten solche Sätze wenigstens keinen Schaden mehr anrichten (weil sie ja gar nicht mehr da wären):

Hesse ist es auch, der am 27. März 1916 in seinem Gedicht “Beim Wiederlesen des Maler Nolten” (410) das Mörike-Lesegefühl liebevoll, poetisch und ganz präzise in aller Kürze altmeisterlich heraufbeschwört.

Nachzulesen im Artikel über Mörikes Roman Maler Nolten. Welche Wortgruppen passen in dem zitierten Passus nicht zusammen? Genau: 1.) liebevoll und poetisch, 2.) ganz präzise und 3.) altmeisterlich. Vom Lesegefühl ganz zu schweigen.

Und das ist ja bei weitem nicht der schlimmste Fall. Vorschlag: Warum werden denn nicht auch Wikipedia-Artikel als Leistung im Studium anerkannt? Da würde dann eine ganze Armada von Germanistik-Studenten über Wikipedia herfallen und solche Passagen tilgen. Man würde damit aber vielleicht einigen Literaturfreunden mehr als nur auf den Schlips treten. Aber die Mediziner machen das ja auch: Die Einwürfe eines Hypochonders in einen Artikel würden wahrscheinlich binnen Sekunden als Vandalismus erkannt und rückgängig gemacht. So haben wir bei literaturrelevanten Artikeln die umgekehrte Situation: Die Literaturhypochonder haben bereits für ein völliges (Gefühls-)Chaos gesorgt, das beseitigt werden muss.

Killerspiele!

Telepolis hat heute eine kurze Zusammenfassung einiger Statements zum Thema Killerspiele veröffentlicht. Nett ist doch folgendes Zitat:

eben Verboten setzt Schneider auf die Förderung von Spielen „mit kulturellen Inhalten oder pädagogischem Anspruch“ auf der einen Seite und die Entwicklung von Medienkompetenz bei Kindern, Jugendlichen und Eltern. Dazu soll es einen „Medienführerschein“ geben, „der Basiswissen vermittelt, Sicherheit im Umgang mit neuen Medien und Spielen verschafft und dies auch dokumentiert”.

Medienführerschein? Eine Wahnsinnsidee: Wenn dieser ‘Führerschein’ auch für Jugendliche zu erwerben ist, dann dürfte es wohl so sein, dass die Lehrer sich weniger damit auskennen, als die Schüler. Und für die Eltern? Wer würde schon von einem Lehrbuch “Einführung in die Killerspielistik” von Christian Pfeiffer ernsthafte Informationen erwarten? Eben: Niemand.

Aber auch: Der Einführung eines Führerscheins zum Trotz gibt es im Straßenverkehr immer noch extrem viele Tote, die aufgrund fahrlässigen Verhaltens zu beklagen – ja zu beweinen – sind. Trotzdem kommt niemand auf die Idee, das Grundübel zu verbieten: Das Auto! Stattdessen – und man lese den kurzen verlinkten EU-Bericht – werden Programme ins Leben gerufen, die um Rücksichtsnahme im Straßenverkehr werben.

Der Punkt ist hier der folgende: Politische Kampagnen sind manchmal nützlich, führen aber meist zu reiner Symbolpolitik: Unwirksam, aber wenigstens tut man so, als täte man was. Nur bleibt all dies ohne Ergebnis und am Ende soll der Wähler dann dieses Gehabe mit seiner Stimme goutieren.