So. Mittlerweile funktioniert auch der lokale Webserver wieder. Der Umstieg von Apache 2 (32bit) auf Lighty (64bit) hat sich dabei wirklich bezahlt gemacht: Mediawiki läuft jetzt bei jedem Seitenaufruf extrem schnell. Im Gegensatz zu früher – damals rattert erstmal die Festplatte und erst einige Sekunden später ist die Seite aufgebaut. Gefühlt hat sich die Ladezeit einer Seite halbiert.
Einige Ungereimtheiten waren bzw. sind zwar noch vorhanden, aber Schritt für Schritt werden die ausgeräumt:
- Die Schriftdarstellung in Firefox funktioniert jetzt endlich. Eigentlich ein merkwürdiger Fehler, der mindestens seit Firefox 3.5 in Ubuntu vorkommt – also schon länger als ein Jahr bekannt ist. Er bewirkt, dass Firefox die Schriftsdarstellung des Systems ignoriert und ein eigenes Schriftbild darstellt, das ziemlich übel aussieht (für mich hat übrigens dieser Tipp funktioniert. Einfach als .fonts.conf im eigenen Homeverzeichnis speichern, Firefox neustarten und gut is).
- Linux verfügt über in mächtiges Arsenal an Desktop-Effekten. Nach einigem Experimentieren gefällt mir das jetzt ganz gut und Ubuntu sieht jetzt wieder Windows 7 ebenbürtig aus. Die wichtigste Erkenntnis lautet: Das dunkle Theme ist besser geeignet als das helle.
- Was mir an Google Chrome so gut gefällt ist, dass es sehr sparsam mit Bedienungselementen umgeht und der Webseite den meisten Bildschirm-Platz zu kommen lässt. Mit Hilfe der Erweiterung Tiny Menu kann man dieses Verhalten aber auch für Firefox einschalten und wertvollen Platz sparen (besonders auf meinem kleinen Notebook wichtig!)
So lässts sichs jetzt gut mit dem neuen Ubuntu 10.04 (Lucid Lynx) leben und arbeiten. Die perfekte Einrichtung des Systems hat zwar etwas länger gedauert als gedacht – dabei darf aber nicht übersehen werden: Es waren außer dem Grafiktreiber keine Treiberinstallationen nötig, nur ein Neustart des Systems unumgänglich und vor allem zu keiner Zeit Instabilitäten oder Sicherheitsrisiken vorhanden (ala Firewall oder Virenscanner). Die für mich nötige besondere Bastelarbeit lag vor allem an dem Webserver und der etwas unkomfortablen Einrichtung der Desktop-Effekte. Der Rest ist völlig simpel und ohne Linux-Kenntnisse selbst von Anfängern zu stemmen – so man von dem lästigen Firefox-Schrift-Problem absieht.
