In den nächsten Jahren will die Bundesregierung knapp 500 Milliarden Euro neue Schulden machen, wie Spiegel Online berichtet. Dass spätere Generationen stark unter der Zinslast leiden werden, ist von vornherein eine logische Konsequenz. Da Staatsschulden immer über Umschichtungen finanziert werden, ist die reine Höhe an sich nicht das Problem, sondern vielmehr die Zinsen, denn die belasten den Staatshaushalt in jedem Jahr. Wenn also jedes Jahr (beispielsweise) 80 Milliarden Euro Zinsen zu zahlen sind, dann fehlen diese 80 Milliarden in anderen Bereichen (Bildung, Forschung, …).
Bei diesen Verschuldungsplänen kann man unserer Kanzlerin nur zu rufen: Runter mit den Steuern! Aber dann richtig: Die Kirchhoffsche 25%-Flat-Tax sollte es dann schon sein. Denn: Bei so vielen Schulden fallen 20 oder 30 Milliarden Euro nun wirklich nicht mehr auf. Und würde (!) nun dieses Geld in eine sinnvolle, auch langfristig vernünftige Steuerreform gesteckt, so könnte sich die Union sogar gewisser Sympathien meinerseits gar nicht erwehren.
Ansonsten, so glaubt der Spiegel-Bericht, seien Konsequenzen zunächst einmal noch nicht absehbar (bzw. die zitierte Studie nenne keine). Na, dann muss ich halt ran: Wir (die Opfer) werden ihnen (den Tätern) die Rechnung auf ihre Rentenbescheide setzen. Es wird dann von den Rentnern ein Solidaritätszuschlag verlangt werden. Es wird die Schuldenlast auf die Täter geschoben, denn wer der jüngeren Generation die Luft zum Atmen nimmt, sei es im Bildungssystem, im Schulsystem, im Rentensystem oder sonst wo, der hat die Solidarität der Nachfolger nicht verdient. Auch Wähler können Täter sein.
Warum werden in der Studie also keine Folgen genannt? Weil die Folge ist, dass der herrschende Generationenvertrag gekündigt wird. Daran führt unter den oben skizzierten Umständen wohl kaum ein Weg vorbei.
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