Man kann zu Computerspielen stehen wie man will. Man kann auch die Sportwürdigkeit in Zweifel ziehen. Aber dass mal wieder die CDU auffällt, mit radikal anti-moderner Politik Jugendkultur zu verbieten ist schon ein starkes Stück.
So sichert man sich garantiert keine Stimmen, zumindest nicht aus der Jugend. Ich hoffe, dass die Wähler endlich anfangen, sich an Entscheidungen der Parteien zu erinnern. Denn dann sollte die CDU jedwede Stimme unserer Generation für immer einbüßen.
Da mir immer gefällt, aus Artikeln zu zitieren, hier auch eins:
“In der technologiefreundlichen Stadt Karlsruhe, in welcher auch das Bundesverfassungsgericht seinen Sitz hat, hätten wir einen solchen Umgang nicht erwartet”, sagt Turtle-Entertainment-Geschäftsführer Ralf Reichert. Die große Distanz zur Jugend und zu den neuen Medien lege einen schweren Generationskonflikt offen.
Ja, einen Generationenkonflikt würde ich hier auch sehen.
Nachtrag: Klar. Mit dieser Politik lassen sich zur Zeit noch Stimmen machen, denn die Alten sind in der Mehrheit. Die Zeit aber wird kommen, in der die alte Generation zu singen anfängt: “Wes Brot ich ess, des Lied ich sing”. Sie sollen hoffen, dass wir ihnen noch Brot geben.
Nachtrag II: Spiegel Online hat die Ereignisse mal zusammengetragen. Hier erscheint die Sache in einem etwas anderen Licht: Ingo Wellenreuter wollte sich ein etwas klareres politisches Profil verpassen. “Gelungen!”, möchte man ihm entgegenrufen: Deine Partei wird nicht mehr gewählt. Aber trotz allem: Gratulation an Heinz Fenrich. Schade, dass er sich nicht durchsetzen konnte – was gegen Populisten und Hirnverbrannte leider immer sehr schwierig ist; zumal wenn sie mit dem besorgten Bürger daher kommen.