Telepolis hat heute eine kurze Zusammenfassung einiger Statements zum Thema Killerspiele veröffentlicht. Nett ist doch folgendes Zitat:
eben Verboten setzt Schneider auf die Förderung von Spielen „mit kulturellen Inhalten oder pädagogischem Anspruch“ auf der einen Seite und die Entwicklung von Medienkompetenz bei Kindern, Jugendlichen und Eltern. Dazu soll es einen „Medienführerschein“ geben, „der Basiswissen vermittelt, Sicherheit im Umgang mit neuen Medien und Spielen verschafft und dies auch dokumentiert”.
Medienführerschein? Eine Wahnsinnsidee: Wenn dieser ‘Führerschein’ auch für Jugendliche zu erwerben ist, dann dürfte es wohl so sein, dass die Lehrer sich weniger damit auskennen, als die Schüler. Und für die Eltern? Wer würde schon von einem Lehrbuch “Einführung in die Killerspielistik” von Christian Pfeiffer ernsthafte Informationen erwarten? Eben: Niemand.
Aber auch: Der Einführung eines Führerscheins zum Trotz gibt es im Straßenverkehr immer noch extrem viele Tote, die aufgrund fahrlässigen Verhaltens zu beklagen – ja zu beweinen – sind. Trotzdem kommt niemand auf die Idee, das Grundübel zu verbieten: Das Auto! Stattdessen – und man lese den kurzen verlinkten EU-Bericht – werden Programme ins Leben gerufen, die um Rücksichtsnahme im Straßenverkehr werben.
Der Punkt ist hier der folgende: Politische Kampagnen sind manchmal nützlich, führen aber meist zu reiner Symbolpolitik: Unwirksam, aber wenigstens tut man so, als täte man was. Nur bleibt all dies ohne Ergebnis und am Ende soll der Wähler dann dieses Gehabe mit seiner Stimme goutieren.