Unsere Probleme möcht ich haben

Ich bin gerade bei Spiegel.de mal wieder über einen sehr interessanten Artikel gestolpert. Betrifft diesmal die sehr zahlreichen Ein-Euro-Shops. Ich darf zitieren?

“Hier findet man immer was zum kleinen Preis. [...] Ich kann mich guten Gewissens als Euro-Shop-Gängerin outen” (Kundin)

“Die Geschäfte laufen richtig gut.” (Filialleiterein)

Zu 80 Prozent stammen die Waren aus Asien – China, Vietnam, Philippinen. Spottbillig in Asien einzukaufen, sei das Konzept aller Euro-Shops, erklärt Handelsforscher Roeb. “Was sich in China abspielt, ist einmalig. Eng konzentriert finden sich dort Hunderte Nippes-Hersteller.”

Man lese einmal diesen Artikel über die entsprechenden Fabriken, in denen Artikel für Aldi und Lidl hergestellt werden. Diesmal nur ein kleines Zitat:

“Es handelt sich um Verletzungen von Arbeits- und Frauenrechten, wie sie in der arbeitsintensiven Industrie Chinas durch den Preisdruck von hiesigen Importunternehmen typisch sind”

“Ich kann mich guten Gewissens als Euro-Shop-Gängerin outen.” Das ist die Diktatur des Proletariats: Die Armen beuten die Armen aus. Und die Bourgeoisie hilft dabei. That’s the spirit!

This entry was posted in Weblog. Bookmark the permalink.

Comments are closed.