Was lange währt, wird endlich gut?

Na, man hats ja schon fast nicht mehr für möglich gehalten: Burma will jetzt doch ausländische Hilfe akzeptieren, wie der Spiegel berichtet. So viel kann man wohl sagen: Das ist mehr als eine gute Nachricht für alle Opfer des Wirbelsturms. Vielleicht kann es auch eine gute Nachricht für die Hilfsorganisationen sein, die jetzt etwas mehr Spenden eintreiben können, da das Geld ja nun endlich dort ankommen kann, wo es hin soll.

Vieles spriucht aber dagegen: Mehr Spenden kommen nur mit einem emotionalen Bild oder Film aus dem Krisengebieten. Von Reportern aber ist nicht die Rede, wenn zugesichert wird, alle Helfer könnten ins Land kommen. Ohne fesselnde Presseberichte aber wird es zu keinem Spenden-Sturm kommen.

Außerdem muss der Regierung Burmas vorgehalten werden, dass die Hilfe mit drei Wochen Verzögerung viel zu spät kommt. Und mit viel ist ungefähr drei Wochen gemeint. Vielen Opfern wird man mangels Lebenszeichen schon nicht mehr helfen können. Während also nun die ‘Erste Hilfe’ anrollt, sollte längst eine Normalisierung der Situation stattgefunden haben.

So aber werden wir uns weiter gedulden müssen, bis wir wissen, was diese (gute) Nachricht in Wahrheit wert ist. Eine wichtige Erkenntnis aber haben wir gewinnen können: Im Falle einer solchen Katastrophe kann man sich auf totalitäre Regime nicht verlassen. Aber auch nicht auf deren Gegenspieler, die internationale Gemeinschaft, denn die geht mit solchen Regierungen manchmal doch zu zahm um. “Was lange währt, wird endlich schlecht” ist man versucht zu denken. Hoffen wir es nicht.

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Nun mal nur so...
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