Die Ärzte in Karlsruhe

Am Freitag war es soweit: Nach langer Wartezeit war endlich Einlass und das Warten auf Die Ärzte konnte immerhin in der Europahalle fortgesetzt werden. Einige Zeit später gehts los. Von Beginn an haben Band und Publikum keine Eingewöhnungsschwierigkeiten, denn es geht gleich zur Sache. Die drei auf der Bühne sind ganz gut aufgelegt, spielen ihre Songs mit hoher Professionalität und das in einer Halle, die zwar optisch wenig hermacht, aber zumindest akustisch zu überzeugen weiß.

Musikalisch betrachtet spielt die Band viele neue Lieder, aber auch die guten alten Klassiker wie Westerland, Schrei nach Liebe und Zu Spät. Extrem ist es anzusehen, wie sich bei Junge ein riesiger Kreis im Publikum bildet, der dann in “Herr der Ringe”-Manier sich dadurch auflöst, dass alle pogend in die Mitte rennen. Da ich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr mitten im Publikum stand, muss ich zugeben, dass ich mir nicht ganz sicher bin, ob ich da gerne dabei gewesen wäre. Ich glaube fast: Ja.

Routiniert werden noch zwei Zugaben gespielt und nach etwa zweieinhalb Stunden ist das Konzert dann auch schon vorüber. Es bleibt die Einsicht, dass Die Ärzte eine super Live-Band sind, was vor allem daran liegt, dass sie genügend Fans haben, die die Stimmung von Anfang bis Ende hoch halten. Die Größe der Veranstaltung hat aber auch seine Schattenseiten: Es kommt schnell das Gefühl auf, es handele sich eben um einen routinierten Auftritt einer sehr professionellen Band, die schon sehr viel gewöhnt ist.

Es wird wohl nicht mein letztes Ärzte-Konzert gewesen sein. Das ist mal sicher.

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