Schrumpfrente!

Es ist mittlerweile schon eine Zeit her, da handelte sich die Bild-Zeitung massive Kritik ein, als sie von “Schrumpfrente” sprach. Die Kritik, die in manchen Punkten völlig berechtigt ist, war aber bereits damals verfehlt. Denn die Details mögen nicht gestimmt haben, das Bild, welches von der Bild-Zeitung gezeichnet wurde, war aber alles andere als falsch, denn es besagte, dass die gesetzliche Rentenversicherung in Zukunft wesentlich weniger Geld ausbezahlen kann.

Es sei nun heute auf diesen Spiegelbericht hingewiesen. Der Grundtenor des Berichts ist folgender: Junge Menschen werden in Zukunft nicht ansatzweise soviel Geld als Rente ausbezahlt bekommen, als sie einzahlen. Überlegt man, dass wir jungen Menschen recht alt werden, bedeutet dass offensichtlich, dass die Rente schrumpft. Nach einer sprachlichen Operation, der Wortzusamensetzung, entsteht ein Determinativkompositum: Schrumpfrente

Natürlich kann niemand die genaue Entwicklung der Renten vorhersagen. Man kann aber vergleichsweise verlässliche Näherungsangaben dazu berechnen. Und diese Berechnungen (oder Schätzungen) sind nicht sonderlich positiv – zumindest nicht für Menschen jüngeren Alters. Wenn der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Jürgen Papier, vermuten muss, dass die Renten unter Umständen beinahe verfassungswidrig werden könnten, dann fragt man sich zurecht, ob der Begriff “Schrumpfrente” nicht doch ein sinnvoller ist.

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Nun mal nur so...
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