So? Gestern sind sie also gewesen? Eine fabelhafte Wahlbeteiligung von 30,3% spricht mal Bände für die politische ‘Klasse’ in Deutschland. Wer keine Alternativen mehr zu dem ganzen Schwarz-Rot-Gedöhns mehr sieht, der geht wohl eben einfach nicht wählen. Mein persönlicher Grund, nicht wählen zu gehen war folgender: Ich bin mit der Berliner großen Koalition nicht einverstanden (soweit, dass ich meine Stimme keiner beteiligten Partei geben werde!). Die FDP, so gerne ich sie mag, betreibt derzeit eine Politik, die ich nicht gutheißen kann (v.a. im Bereich der Studiengebühren). Und, tja, die Grünen haben mich nicht erreicht mit ihren Zielvorstellungen für Karlsruhe. Von den anderen Parteien muss man wohl nicht reden.
Ich gebe aber auch zu, dass ich die Wahl vergessen habe. Wie ich oben aber schon dargelegt habe, konnte sie mir inhaltlich nicht wichtig sein.
Etwa 16% der Karlsruher haben sich einen ‘OB’ gewählt, der ihnen passt, dem Rest scheint er nicht zu liegen. Nicht Wählen zu gehen bedeutet nämlich nicht, heimlich für etwas zu sein, sondern es bedeutet, strikt gegen etwas zu sein, allerdings nur unter dem Gesichtspunkt, dass radikale Parteien am rechten wie linken Rand dem ‘Wähler’ auch nichts zu sagen haben. Die Vernunft gebietet längst, Deutschland den Bach runtergehen zu lassen.