Monthly Archive for January, 2006

Schäuble! Jetzt reichts!

Mein Gott. Dieser Mensch sollte echt bald gefeuert werden! Erst die Bundeswehr im Inneren einsetzen wollen, und dann darauf hinweisen, daß die Polizei bald im Ausland eingesetzt werden könnte (via Netzeitung). Begründung:

Polizisten müssten sich darauf einstellen, in einem «gefährlichen Umfeld» im Ausland zu operieren, wenn wie bei den Unruhen im Kosovo 2004 das Militär an seine Grenzen stoße, so der Minister.

So ein unglaublicher Unfug. Mag ja sein, daß er ein schlauer Kopf ist, und manch ein anderer (ich) seine Weisheit nicht zu erkennen vermag – unwahrscheinlich ist es trotzdem.

Hoffentlich wird dieser Innenminister aus Freiburg bald gefeuert.

Klar: Ein Rücktritt wäre auch schon ein erster Schritt *g* von ihm, aber es wäre nicht genug – ein Rücktritt hat ja immer auch was freiwilliges und uneinsichtiges.

Bildung

Die Drohenden Studiengebühren lassen die Diskussionen über die Bildungspolitik und Bildungsverantwortung unsere Staates mal wieder in die Höhe schnellen. Wie so viele andere auch bin ich der Meinun, das es sich bei Bildung um ein öffentliches Gut handelt, auf das jeder ein Recht bzw. einen Anspruch hat, unabhängig davon welcher Gesellschaftlichen Schicht er angehört oder welchen Zugang zu den nötigen Materiellen ressourcen er hat. Die Ressourcen müssen dann eben zur Verfügung gestellt werden.
Das Problem bei diesen Diskussionen ist, dass der Begriff der Bildung dabei leider selten Diskutiert wird.
Also – Was ist Bildung?

Ist Bildung das bloße erwerben oder sogar schon inehaben von Wissen?
Oder gehört zum Bildungsauftrag das vermitteln von Fähigkeiten bzw. Fertigkeiten?
Oder gehört sogar das ausbilden von Kompetenzen dazu?
Gibt es einen allgemeinen Begriff von Bildung oder bezieht sich Bildung immer nur auf spezielle Themen und Lebensbereiche (z.B.: Literarische Bildung,…)?

Alles schwierige Fragen. eine schöne Definition ist mir in unserer Pädagogik Vorlesung über den Weg gelaufen. Leider ist mir die Verfasserin unbekannt.

“Bildung ist inneres Vernetzen von Lebensbildern, Abbildern und Konzepten mit dem Ziel der Anwendbarkeit auf neue Lebenszusammenhänge.”

Meine eigene momentane Definition lautet:

“Bildung ist die Fähigkeit zum eigenständigen, kritischen Umgang mit Themen des eigenen Lebens und der Gesellschaft. Reflektiertes Wissen, Erfahrungen und Érlebnisse sind die Bedingung für Bildung.”

Ich freue mich auf eine weitere Auseinandersetzung mit dem Begriff

Adioso
Tim

Thesen zu DSDS

  • Der Name ist irreführend. Aus einem Sieger dieser Casting-Show ist noch nie was geworden. Noch allgemeiner: Aus nur einer einzigen Show ist tatsächlich ein Produkt entstanden, welches zumindest dem Begriff “Star” gerecht wird: Die “No Angels”.
  • Die meisten anderen Sieger sind verschwunden. Alexander singt heute vermutlich nur noch bei Supermarkteröffnungen, Ellie ist nie wirklich erfolgreich geworden, und: Nicht einmal die große “Comeback-Show” hat ein Comeback ermöglicht. Man muß schon intensiv nachdenken, um sich überhaupt an den Gewinner zu erinnern: Chris Norman.
  • Alle Casting-Shows betreiben diesen Betrug, und stricken fröhlich an der Legende, die da heißt: Unser Ergebnis ist ein Star. Das Ergebnis ist kein Star, auch der Begriff “Sternchen” (wenngleich ein wenig besser – aber doch:) ist nicht treffend. Korrekt müßte es heißen: Wir suchen jemanden, mit dem wir (die Musikindustrie!) in den nächsten zwei Monaten ein paar CD’s verkaufen können, und der danach sich in den Papierkorb werfen läßt. Zugegeben: Etwas lang für einen Showtitel.
  • Ein Star wird nicht gewählt, er wird es über lange Zeiträume hinweg. Vielleicht sogar erst, nachdem erkannt wird, was dieser Mensch geleistet hat. Eins aber ist notwendig für einen “Star”: Leistung. Leistung heißt nicht, ein paar Mal Lieder auf der Bühne nachzusingen.

(wird fortgesetzt)