Das Thema ging mir schon häufig durch den Kopf: Wie entkommt man der Lethargie? Nun, für den Augenblick scheine ich meine eigene Antwort gefunden zu haben. Ich muß nur sehr unzufrieden mit mir selber sein. Und heute ist meine Unzufriedenheit auf ein bisher vielleicht noch nicht gekanntes Maß gewachsen. Die Ursache:
In meinem Oberseminar konnte ich heute der Diskussion ganz gut folgen, mußte aber leider bei einigen meiner Wortmeldungen feststellen, daß diese Wortmeldungen, wenn auch kein grober Unfug, so doch vergleichsweise undurchdacht und unpräzise waren. Einmal geschah dies zwar mit purer Absucht, um eine Diskussion anzuzetteln, ein vielleicht nicht schlechter Start in die Verastaltung, was aber nicht darüber hinwegtäuschen kann, daß einige meiner Äußerungen eben qualitativ keinen Wert hatten. Braucht es auch nicht, denkt sich der Zweitsemesterstudent in mir, kann ich schließlich noch nicht mit dem Wissen eines Studenten oder einer Studentin im achten Semester mithalten, und ein Erfolg ist es bereits, wenn ich der Diskussion folgen kann.
Das ist zwar ein Erfolg, der aber nichtsdestoweniger nicht darüber hinwegtäuschen kann und darf, daß meine Beiträge eben auch qualitativ hochwertig sein müssen, auch für ein Oberseminar. Und so ist mein tiefster Ehrgeiz wachgerüttelt. Und los gehts!