Nach zwei Wochen kehre ich der Welt nun den Rücken wieder zu, und ab in die Einöde Karlsruhe. Ja, eine gewisse Haßliebe verbindet mich mit dieser Stadt. Materiell gesehen ist Karlsruhe durchaus ganz angenehm, aber die Menschen dort sind teilweise schon langweilig, wenngleich dies natürlich schon ein wenig pauschal gesagt ist, naja, die Tendenz stimmt schon ein wenig.
Aber auch eine Reise wie die meinige, Karlsruhe – Belgien – Aachen – Lübeck (genauer: Bad Schwartau) – München hat ihre Schattenseiten: Überall sammelt man neue Dinge, und man stellt wieder einmal fest, daß man zwar die richtige Menge Kleidung (vielleicht 3kg) mitgenommen hat, aber es war doch wieder zuviel, da die Tasche plötzlich aus allen Nähten platzt. Dazu noch ein Tennisschläger (den ich per Hand mitnehmen muß, weil die Tasche nicht genug Platz aufweist – wegen ein paar wenigen Zentimetern), und schon gehst du als Packesel aus der Tür, und fragst dich schnell: Warum nur?
Erholung? Einmal mehr Fehlanzeige. Man soll ja nicht so viel trinken (hab ich auch nicht getan), aber das eine oder andere Bier ist halt schon irgendwie Pflicht, dazu mixe man den ein oder anderen Schnaps, kombiniere dies alles mit erkältungsbdeingter Appetitlosigkeit, und selbige Erkältung inklusive der entsprechenden Medizin, und man freut sich über eine Mischung, die explosiver kaum sein kann, und vor allem: Sie ist völlig unberechenbar.
Was hilft’s? Es geht ab nach Karlsruhe. Da ist es nicht so tragisch, wenn ich ein paar Tage rumhänge, aus dem letzten Loch pfeife und mir Mediengeschichte reinziehe. Ja, vielleicht ist das sogar das beste Stadium, um dieses Fach richtig zu lernen: Immerhin kann man sich dann nicht zu viele Gedanken über das ganze Thema machen, und der gute Dozent braucht keine Fantasie bei der Korrektur, die er wohl eh’ nicht hat. Auf in den Kampf…