Monthly Archive for March, 2005

An Frau Schiavo,

Ich hungere mit Ihnen. Doch, und hier ist ein entscheidender Unterschied zu ihrem Hunger zu finden: Ich kann schnell unter die Dusche springen, und dann in den nächsten Supermarkt hüpfen, und mir was zum Essen kaufen – eine Möglichkeit, die Ihnen wohl in Anbetracht Ihrer Lage verwehrt bleiben wird.

Hätte ich sagen sollen (Part I)

“Warum bist du nicht nach Stuttgart gegangen?”

Zurück nach Karlsruhe

Nach zwei Wochen kehre ich der Welt nun den Rücken wieder zu, und ab in die Einöde Karlsruhe. Ja, eine gewisse Haßliebe verbindet mich mit dieser Stadt. Materiell gesehen ist Karlsruhe durchaus ganz angenehm, aber die Menschen dort sind teilweise schon langweilig, wenngleich dies natürlich schon ein wenig pauschal gesagt ist, naja, die Tendenz stimmt schon ein wenig.

Aber auch eine Reise wie die meinige, Karlsruhe – Belgien – Aachen – Lübeck (genauer: Bad Schwartau) – München hat ihre Schattenseiten: Überall sammelt man neue Dinge, und man stellt wieder einmal fest, daß man zwar die richtige Menge Kleidung (vielleicht 3kg) mitgenommen hat, aber es war doch wieder zuviel, da die Tasche plötzlich aus allen Nähten platzt. Dazu noch ein Tennisschläger (den ich per Hand mitnehmen muß, weil die Tasche nicht genug Platz aufweist – wegen ein paar wenigen Zentimetern), und schon gehst du als Packesel aus der Tür, und fragst dich schnell: Warum nur?

Erholung? Einmal mehr Fehlanzeige. Man soll ja nicht so viel trinken (hab ich auch nicht getan), aber das eine oder andere Bier ist halt schon irgendwie Pflicht, dazu mixe man den ein oder anderen Schnaps, kombiniere dies alles mit erkältungsbdeingter Appetitlosigkeit, und selbige Erkältung inklusive der entsprechenden Medizin, und man freut sich über eine Mischung, die explosiver kaum sein kann, und vor allem: Sie ist völlig unberechenbar.

Was hilft’s? Es geht ab nach Karlsruhe. Da ist es nicht so tragisch, wenn ich ein paar Tage rumhänge, aus dem letzten Loch pfeife und mir Mediengeschichte reinziehe. Ja, vielleicht ist das sogar das beste Stadium, um dieses Fach richtig zu lernen: Immerhin kann man sich dann nicht zu viele Gedanken über das ganze Thema machen, und der gute Dozent braucht keine Fantasie bei der Korrektur, die er wohl eh’ nicht hat. Auf in den Kampf…

Zweite Uni

Heute habe ich festgestellt, daß mein Studentenausweis für meine zweite universitäre Heimat endlich fertig ist: Ich bin offiziell an der Harald-Schmidt-Universität immatrikuliert. Wenn das mal nicht nach einer rosigen Zukunft riecht…

Billard Turnier 25.3.2005

Tim vs. HG so hieß die Finalpaarung in einem Turnier der Extraklasse. Beide Kontrahenten, mithin auch die einzigen Turnierteilnehmer, lieferten sich einen spannenden Kampf um den mit NICHTS dotierten Turniersieg. Erst im x-ten Frame konnte das erwartete Ergebnis von Unentschieden erreicht werden.

Große Billardkunst war zu bestaunen, und beide Spieler äußerten sich nach dem Herzschlagfinale vorsichtig optimistisch über den weiteren Verlauf der Saison. “Wir haben beide gut gespielt, konnten aber nur selten an alte Leistungen anknüpfen”, sagte Tim S. bei der obligatorischen Pressekonferenz. HG äußerte sich entzückt über die Schiedsrichterin, der er aber auch vorwarf, sie hätte aus kommerziellen Interessen ihm mehr Bier aufgeschwatzt, als es für die Präzision seines Spiels gut gewesen sei, verschweigend die Tatsache, daß er unter dem Einfluß von Bier immer besser gespielt hat als nüchtern, wie eine Statistik belegt. Was nun also geschieht auf dem Tisch, wenn beide wieder richtig in Fahrt kommen, und ihr “A-Spiel” auspacken, dürfte sich der geneigte Billardfan nur in seinen kühnsten Träumen ausmalen können.

Relaunch von Kumi Na Tano

Nach langer Zeit endlich mal wieder ein Lebenszeichen auf dieser Webseite. Im Juni 2003 hatte ich schon einmal versucht, Kumi Na Tano wieder auf Vordermann zu bringen, aber es hat nicht sollen sein. Denn: Das Layout das ich damals neu geschireben hatte, war eh’ nur als Provisorium gedacht, sollte nach wenigen Wochen (notfalls Monaten) wieder weg. Außerdem die liebe Technik. Die damals von mir geschriebenen Skripte zur Erstellung der Seite waren ein reines Provisorium. Schnell zusammengebastelt, kaum getestet, und nur für einige Wochen als Zwischenlösung hochgeladen.

Aus Wochen werden Monate, aus Monaten mittlerweile wieder doch fast zwei Jahre, und endlich geht es weiter. Die eigenen Skripte sind in der Mülltonne, alte Vorhaben längst vergessen. Frisch ans Werk, daher.

Nun, ich habe mich jetzt für Wordpress als Software auf dem Server entschieden, und was ihr hier seht ist das Standardaussehen von Wordpress. Kommt Zeit kommt Rat. Das neue Layout, an dem ich doch nun schon seit etwas mehr als einem Monat bastel, ist noch nicht ganz fertig, und muß dann noch an Wordpress angepasst werden. Das könnte vielleicht noch ein Weilchen dauern, aber ich klemme mich dahinter. Keine Frage. Auch: Diesmal gibt es keine Entschuldigung, dieses Provisorium wird es niht lange schaffen, es wird vor allem kein Dauerprovisorium.

Was wird kommen? Neben dem neuen Layout kommen vor allem die dichterischen Beiträge längst vergangener Zeiten wieder. Macht keinen sonderlichen Sinn, aber ein Blick zurück, in das Jahr 2000 (in etwa) ist manchmal doh auch irgendiwe ganz witzig. Alte Nachrichten, ab sofort eher Blog-Einträge, kommen nur ganz wenige zurück. Die meisten sind sinnlos, für heute kaum mehr von Interesse und vor allem: Sie waren einfach nicht durchdacht genug. Seit dem Jahr 2000 gibt es Kumi Na Tano nun schon, und seither gab es immer diesen Weblog (wenngleich früher anders genannt), nur habe ich damals die Möglichkeiten eben dieser Internet-Seite völlig unterschätzt, und so kamen nur sinnfreie Sätze online, die es (wenn ich ehrlich bin) zum Teil nicht einmal verdient haben, geschrieben zu werden. Je neuer die Beiräge jedoch werden, um so sicherer werden sie auch in diese Fassung von KNT übernommen werden, vor allem jene aus dem letzten Dauerprovisorium.

Somit kommen nur einige wenige auch auf diese Inkarnation von Kumi Na Tano, die meisten werden es wohl nicht schaffen. Wenn das neue Layout kommt, dann werden nocheinmal viele spannende Sachen mehr starten, die mir im Moment aber noch nicht ganz fertig gedacht zu sein scheinen, so daß ich lieber kein Wort über sie verschwende.

So viel für jetzt, es werden große Zeiten starten, denn Kumi Na Tano ist von den Toten auferstanden – ein paar Tage zu früh vielleicht, wenn ihr versteht :D .

Wohin des Weges

Wohin des Weges alter Greis?
Als ob ich das nicht weiß:
In den Tod
Du alter Sack.
Du als körperliches Wrack
Hinweg aus dieser Not.

Wohin des Weges kleines Kind?
Dein Tod, er säuselt schon im Wind.
Kannst Du ihn hören? Noch nicht? Doch bald!
Werden Deine Ohren kalt.
Deine Haut dann weiß wie ein Papier
Du widerliches Trampeltier!

Wohin des Weges junge Schlampe?
Auf die Todesrampe -
Ist mir klar.
Denn als ich Dich so sah,
Ohne Kleidung mit drei Herren
In dir drin; war ein AIDS-Kranker wohl am plärren.

Wohin des Weges dummes Arsch?
Auf in den Tod! Los! Marsch!
Nie wirst Du wert es sein,
Daß andre Menschen um Dich schrein.
Die Welt haßt Dich, doch magst Du sie
und dennoch: sie legt Dich bald übers Knie.

Wohin des Weges dröge Welt?
Gehörst doch Du an die Wand gestellt.
Leid und Kummer verbreitest Du:
Bestehst aus diesen ganzen Sachen.
Leidgeprüft muß ich wohl lachen!
Ach, so laß mich doch in Ruh!