Wer verzweifelt ist, der…

Ein verzweifelt einfacher Versuch, den Begriff der Verzweiflung zu fassen!
Geschrieben von Tim Saborowski

Verzweiflung – Diese begriff spukte wie Hohn in seinem Kopf. Verzweiflung hatten sie zu ihm gesagt – Verzweiflung kenne er nicht. Was wussten sie schon. Er wusste, wenn er nur verzweifelt genug wäre, könnte er alles noch retten. (Zu seinem eigenen Pech wusste er nicht, das Taten aus Verzweiflung heraus meist keinen Ausweg bieten, sondern den Problemen nur einen neuen Fokus zuweisen!)

Aber war er wirklich verzweifelt, nunja das was in seinem leben klappen sollte klappte nicht und das was klappte, na ja davon wollte er irgendwie nicht das es klappt. Sicher fühlte er sich wie in einem riesigen viel zu tiefen Loch, und aus dem Loch konnte man höchstens erahnen das es irgendwo noch ein Licht gebe. Er war am Boden zerstört und fand nicht mehr den Anschluss. Den Anschluss? – an was überhaupt, an seine Mitmenschen? An sein Leben? Alles war für ihn zu Ende. Er war lethargisch, fast gelähmt, er hatte schon so oft versucht auszubrechen aus diesem Teufelskreislauf und war immer und immer wieder aufgestanden, doch dazu hatte er jetzt die Kraft nicht mehr.

Doch war er wirklich verzweifelt? Verzweifelt – Verzweiflung – das war alles das selbe. “Bin ich wirklich verzweifelt” fragte er sich immer wieder. Doch was bedeutet das überhaupt. “Verzweifelt – VER ZWEIFELT – VER ZWEI FE(h)LT?” Hatte das ganze etwas mit Zweifeln zu tun? Zweifelte er an seinem Leben und seinen Zielen? War es so das das Zweite in seinem Leben, das es lebenswert machte fehlte? Oder war er einfach nur verzweifelt. “Verdammt, wenn das alles nicht so kompliziert wäre.” Er begann zu laufen, musste irgendetwas tun um diese verzweifelte Wut des Aussichtslosen wegzubekommen. Er musste wieder denken können und sich nicht selbst blockieren.

Ob seine Verzweiflung den überhaupt echt sei fing er sich an zu fragen! Hatte er einen Grund zu verzweifeln. Sicher sein Leben war aus der Bahn geraten, aber war es gerecht gegenüber den Feuerwehrleuten die am 11. September 2001 verzweifelt um das Leben ihrer Mitmenschen kämpften. War es gerecht gegenüber den im Windows on the World im 107 Stock eingeschlossenen die von Rauch und Hitze gequält aus lauter Verzweiflung nur noch den Sprung in den Tod suchten! Durfte er dieses Wort benutzen im Wissen, das es Leute gab die sich selbst verletzen mussten, um überhaupt noch eine Emotion spüren zu können und die davon geplagt des Lebens so müde waren, das auch sie den einzigen Ausweg nur noch im Tod suchen konnten. Sich selbst verzweifelt zu meinen und immer wieder daran erinnert zu werden, das Leute die ihr Leben lieben mitten aus dem selbigen heraus gerissen werden und an einer Krankheit langsam zu Grunde gehen? Durfte er wirklich sich selbst als Verzweifelten betrachten.

Lange dachte er über diese Frage nach und kam sich klein und unbedeutend in dieser Welt vor, verzweifelt an der Welt und ihren Problemen.

Das Problem and er Sache war, mit diesen Gedanken sprach er den Leuten die Verzweiflung ab, die das wichtigste in ihrem Leben verloren haben, ihren nächsten Menschen, den sie lieben, ihre Zukunft, ihre Hoffnung. Nein so Exklusiv war Verzweiflung nicht. Er glaubte fest an das Recht für jedermann verzweifelt zu sein.

Ihm kam langsam die Erkenntnis – Verzweiflung musste etwas rein subjektives sein, etwas das für jeden Menschen in jeder Situation neu zu bestimmen war. Wenn sich die Realität zu weit von den Vorstellungen des eigenen Lebens entfernt hat, und es keine Aussicht darauf gab, dass sich die beiden annähern, ja das musste Verzweiflung sein.


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Ich weiß, der Text endet ziemlich aprupt. Bitte um Verbesserungsvorschläge, bzw. Möglichkeiten das drumherum auszubauen.

Danke an HG für die tolle Definition von Verzweiflung

Adioso TimiS

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