Kennt ihr die Stille, die herrscht, wenn Träume zerplatzen wie Regentropfen auf Sand? Träume einer vergangenen Zeit. Träume, früher echte – schöne – Träume, sich hingegen jetzt als Albtraum verkleiden, und sind es doch nicht, weil nur der Träumende sich ins Sein verändert hat, weil er nun verjagt, was er einst gejagt.
Nun schweigt der alte Traum aus der Vergangenheit, fordert sich selbst zurück. Was ist geblieben, von einst, was bleibt bei neuem Ziel? Das alte Reich ist gefallen, und nur die Stille bleibt, alles andere vergessen und verloren, wie aus einer anderen Zeit.
Wenn der Alltag nicht mehr bereit ist, Fragen nach dem “Warum?”, “Wofür?” und “Was tun?” zu beantworten. Wenn man nur noch lebt, und nur den eigenen Willen entscheiden läßt, Äußerliches oder Umgebendes nicht mehr als Anker des Seins taugen.
Das große neue Ziel zunächst nicht erreichbar ist, und die Zeit zur Unbestimmten wird. Die Welt von Stille erfüllt ist, der Weg gepflastert mit NICHTS ist, das bisherige Leben verwirkt ist, die Sinnstiftung in der Zukunft liegt, die Zeit aber unerkenntlich, ja nicht wahrnehmbar ist, und nur der Moment real erscheint, es aber nicht ist, da er von einer ausgelöschten Vergangenheit bedingt ist, dann die Stille ALLES sagt, und erneut verstummt.
Aus der Stille Gleichgültigkeit wird, gleichsam still doch anders laut umfaßt sie auch die Langsamkeit. Weckt auf aus den Träumen – nicht ganz. Läßt sie doch zurück eine noch verschlafene Seele, die sich nun berauscht an ihrem noch schlafenden Glück.
Doch die Schlaftrunkenheit lockt in falsche Fährten, vom Weg ab, und in das NICHTS.
Der Gleichgültigkeit entgegen ich mich werfe, freudestrahlend, taumelnd.
Vor Erregung zitternd, was mich erwarten mag, was sie parat hält für mich. SIE. Die zärtliche Gleichgültigkeit der Welt, die mich umgibt.