Monthly Archive for March, 2004

FUTTERN!!!

Mal ganz was normales aus meinem (zweiten, in Äthiopien spielenden) Leben: Ich habe Hunger. Der Bohnenkaffee (mein postmodernes, europäisches Ih hat diesen getrunken) zersetzt meinen Magen. Ich will essen. Irgendwas. Der Äthiopier in mir sehnt sich nach Pizza, Currywurst, Bohneneintopf, oder wenigstens etwas Brot.

Postmodern, wie ich aber nunmal bin, will ich aber keine Pizza essen (keine drei Wochen durchgehend nur Pizza…), keine Currywurst (zu industriell), keinen Bohneneintopf (zu konventionell) und auch das Brot fällt aus: Ich habe nicht die Kraft, das Brot zu teilen (nichtbiblisch: zu schneiden).

Ich will einen Bagel essen. Einen kleinen, runden Bagel. Doch woher nehmen, wenn es im Umkreis von etwa 20 Minuten Fahrzeit keinen Bagel gibt? 20 Minuten halte ich nicht aus, und muss es doch. Vielleicht fällt ja noch was vom Himmel, und kann mich dann wie ein Raubtier auf den Knochen stürzen, und den hungrigen Geist zufrieden stellen.

Die Wahrheit ist, daß wir alle meist wie Tiere sind, selten wie Menschen, und noch seltener sind wir zivilisiert.

Ver – rückt

Ich wollte der Welt mal eben mitteilen das ich mich Verrückt fühle.

Meine Seele ist zerstört.

Adioso Tim

P.S.: Was ist Wahr — wenn jeand eine Idee hat mailt mir doch einfach.

Rest in Peace and Thank you

Ihr wart mir alle gute Freunde, und ich habe viele hundert Stunden mit euch verbracht. Nun hat eure Zeit geschlagen. Wir werden uns nicht wiedersehen, nur in meinen Gedanken seid ihr noch da, doch aus diesen nicht mehr herauszureißen. Nun seid ihr nur noch dort, wo ich bin.

Viele Male haben wir gemeinsam das Böse geschlagen, haben uns fremden Menschen angedient, nur für die nächste Aufgabe, die unser Leben für die nächsten Stunden bestimmen sollten. Wir standen wartend am Feuer, durchstreiften Ruinen, Kellergewölbe und große Landschaften.

Manchmal waren wir auch einfach nur auf der Weide, um mutierte Kühe zu vernichten. Und stets war die Bedrohung durch die “Three Prime Evils” spürbar: Mephisto, Diablo und Baal. Und alle waren tot, wenn wir die Welt verlasen haben.

Ich danke euch für die schöne Zeit, und wünsche alles Gute, wo auch immer ihr jetzt sein werdet. Besucht mich mal wieder.

  • Slayer MaxPayne, Paladin (Level 33)
  • Champion Rammstein, Barbar (Level 51)
  • Champion Knuffl, Sorceress (Level 60)
  • Slayer MetaLuna, Amazon (Level 61)
  • Champion Knuddl, Sorceress (Level 78)
  • Matriarch Winnie, Amazon (Level 81)
  • WarShock, Paladin (Level 25)
  • Patricia, Assassin (Level 40)
  • Champion Schnuckel, Sorceress (Level 66)
  • Champion Limette, Sorceress (Level 66)
  • MageAxe, Barbar (Level 41)
  • Patriarch DerPole, Barbar (level 78)
  • DrForester, Necromancer (Level 5)
  • Matriarch Novanta, Amazon (Level 84)
  • Champion Psycho, Assassin (Level 67)
  • Patriarch MfRammstein, Barbar (Level 78)
  • KnuddelHase, Sorceress (Level 35)
  • Matriarch TrilaMenta, Sorceress (Level 79)
  • UnknownBeauty, Sorceress (Level 17)

Noch mit mir verblieben sind nur zwei treue Gefährten:

  • Patriarch HolyWarrior, Paladin (Level 74)
  • Matriarch Tami, Sorceress (Level 80)

So wünschen wir drei verbliebenen Kämpfer gegen das Böse unseren verflossenen Gefährten alles Gute, und geloben, sie niemals zu vergessen, sie immer in Ehren zu halten, und im Gedenken an sie die Welt vom Bösen zu befreien.

Wegweisend

Ich verneige mich vor dieser Kultur, den Mayas. Unser Kalendersystem, welches wir für toll halten, hat bekanntlich einen kleinen Schönheitsfehler: Dsa Schaltjahr. Die alten Mayas hingegen haben wohl ein System gehabt, welches Schaltjahre überflüssig macht. Die damaligen Menschen hatten also einen fortschrittlicheren Kalender als wir heute.

Konsequenz: Weg mit unserem Kalender, her mit dem der Mayas. Ich werde mich auf jeden Fall mal in diesen Kalender einarbeiten. Vielleicht bringt das eine weitere Erkenntnis…

Ich klage an…

Filme, die ohne Rechtfertigung Schnitte aus “2001 – Odysee im Weltraum” verwenden. Oder auch Motive und Themen aus diesem unglaublich fantastischen Film verwenden.

Beispiel eins: “Goodbye Lenin” verwendet an einer Stelle den seelenzerstörerischen Schnitt von 2001 (der ohne Kommentar aus der Steinzeit in das Jahr 1996 überleitet).

Beispiel 2: In “Spongebob Schwammkopf” gehen Spongebob und Patrick beim Quallenfischen zu “An der schönen blauen Donau” ab. Unverdient. Diese Stelle ist zwar witzig, aber durch die Referenz in eine andere Welt (“2001″) verbietet es sich, diese Stelle wirklich gut zu finden.

“2001″ ist ein Film ohne Vergleich. Es ist nicht nur ein Meisterwerk. Es ist eine Botschaft aus einer höheren Bewusstseinsebene. Kaum ein Film schafft es, aus einer (absolut) minimalen äußeren Handlung so viel innere Handlung rauszuholen.

Je mehr ich darüber nachdenke, um so mehr muss ich feststellen, daß dieser Film doch der beste von Stanley Kubrick ist. Auch wenn seine anderen Filme genial sind, “2001″ thront doch über ihnen allen. Und nicht nur über seinen Filmen. Er thront über allen Filmen. Genauer: Es ist das eine Werk der Menschheit. Die Menschheit wird diesen Film zurücklassen. Nur diesen einen Film, und alles ist “gesagt”.

Ein Licht aus der Vergangenheit

Bei einer kurzen Atlas-Recherche in meinem alten Schulatlas aus dem Jahre 1993 musste ich eine witzige Entdeckung machen: Hinten, auf der letzten Seite war doch tatsächlich eine kleine Karte von Karlsruhe abgebildet. Wenn ich damals schon gewusst hätte, daß ich dort eines Tages leben würde…

Spam

Und so wurde mein Geschrei erhört. Schon lange nicht mehr wurden mir innerhalb von etwa sieben Stunden 20 Spam-Mails zugeschickt. Und doch bin ich glücklich. Denn GMX hat sie alle gefiltert. Daher dürfte dies mein vorläufig letzter Beitrag zu diesem Thema sein. Es zeigt sich, daß heute kein Grund mehr besteht, sich über den Spam aufzuregen. Das Problem ist gelöst. Und nun noch ein paar Hinweise für Menschen, die sich damit immer noch rumschlagen müssen:

Erste Möglichkeit: Bei GMX in den ProMail-Tarif gehen, und den Textmuster-Profiler trainieren, in dem Mails als Spam markiert werden. Das führt dazu, daß nach etwa einer Woche mehr oder weniger keine Spam-Mail mehr durchkommt.

Zweite Möglichkeit: Mozilla Thunderbird ist ein eMail-Client mit einem sehr guten Spam-Filter, der ähnlich dem von GMX funktioniert (tatsächlich müsste es anderrum beschrieben werden, den Mozilla hatte so eine Technik als erstes in ihr Produkt eingebaut).

Es gibt dabei nur eine Kleinigkeit zu beachten: Es kann passieren, daß auch eine erwünschte Mail versehentlich als Spam markiert wird. Aber das ist bei mir persönlich bei GMX noch nie, und bei Thunderbird nur zweimal passiert. Zur Verteidigung von Thunderbird: Den benutze ich nun seit einem Jahr, GMX Promail hingegen erst seit etwa zwei Monaten.

Ein Fehlalarm ist jedoch nicht schlimm. Man schaut sich die Mails an, und man hat ein gutes Gefühl dabei.

strange II

So ließ ich es mir gestern abend nicht nehmen, mir die letzten Seiten des Buches zu lesen. Es war drei Uhr, und es war fertig. Schließlich frage ich mich nun, ob ich mich gestern nicht doch geirrt habe. Gibt es vielleicht doch kein großes Ziel? Die sinnlose Existenz, der zur Freiehit verdammte Mensch. Und der Mensch wählt sich ein Ziel. Gibt seiner Existenz einen Sinn. Hat was, wie ich finde. Somit wäre mein Widerspruch gestern Abend im Nichts ausgelöscht. Und dennoch nützt mir all das letztlich nichts. Es wäre letztlich immer noch sinnlos. Möglicherweise ist der Mensch mit seiner Existenz nur überfordert, setzt sich ein Ziel, nur um seine reine Existenz nicht sehen zu müssen.

Philosophisch gesehen, wäre dies eine Erklärung dafür, daß manchmal alles klappt (der Mensch, bzw. ich also ein Ziel habe), und es manchmal aber Zeiten gibt, in denen alles sinnlos erscheint (es also nur noch Existenz gibt, kein Ziel).

Und was bringt mir all das? Und hier, spätestens, wird all das, all die Gedanken, die Zeit zur Sinnlosigkeit verdammt. Es bringt mir für mein Leben wohl nichts. War trotzdem schön, darüber gesprochen zu haben.

Und das nächste Buch ist schon im Anmarsch: Albert Camus, “Der Fremde”. Ein weiteres existentialistisches Buch. Und so löse ich mich in einer großen Sinnlosigkeitsschleife auf, und existiere in meiner reinen Existenz vor mich hin, und weiß, daß ich mich wohl überleben muss, denn es gibt keinen Grund.

strange

Ein weiterer Tag ist zu Ende. Immer noch liegt von Jean-Paul Sartre “Der Ekel” nicht fertig gelesen auf einer Seite in der Mitte des Buches umgeschlagen auf Blättern des Chaos. In der Sprache des Buches müsste ich wohl sagen, es existiert auf dem Chaos, und das Chaos existiert. Die Existenz… ein sehr interessanter Ansatz. Ich mag das Buch, weil es ein Eigenleben führt. Es treibt mich durch die Existenz. Sartre muss es beabsichtigt haben, daß Menschen meines Schlages geradezu zwangsläufig das Buch nicht lesen, sondern erleben. Nach der Lektüre von zehn, zwanzig Seiten muss ich schlafen, rauchen, trinken oder essen – vordergründig. Tatsächlich muss ich verarbeiten.

Der Protagonist ist mir ein bißchen ans Herz gewachsen. Er hat die Existenz der Dinge erkannt. Er hat erkannt, wie sinnlos all das ist, was wir betreiben. Und er hat ein bißchen Recht. Aber ist das alles? Existieren wir einfach nur? Hier erscheint mir dann doch ein gesunder Widerspruch zu (man halte sich fest) existieren. Wir existieren zwar, aber ganz sinnlos ist der Kampf den wir führen doch nicht. Sonst könnte ich ja alles hinschmeißen, und mir denken, “Ach, leckt mich doch…”, aber das wäre fatal.

Vielleicht ist das ein guter Gedanke: Ich erkenne nicht an, daß wir einfach nur existieren. Ich glaube noch an einen Sinn, auch wenn mir dieser verborgen bleibt.

Der Spam, per eMail, hat mich aber heute wesentlich mehr beschäftigt. 22 eMails sind heute Spam gewesen. Kein Problem an sich. GMX filtert sehr gut seitdem ich viel Geld dafür bezahle (3 Euro/Monat), und bis hat heute auch keinen Fehler gemacht. In der Formel Eins würde man wohl sagen: “GMX hat einen tollen Job gemacht. Perfekte Arbeit, der Motor hat gestimmt, und die Pace war fantastisch. Sie hatten heute das beste Paket (…)”. Aber ich habe mir dan doch mal die Betreffzeilen angeschaut:

“Thinking of going to the Post Office?”, hmm. Nach kurzer Bedenkzeit: Nein.

“You don’t have to look ridiculous to get a great deal” – Naja. Ich muss also nicht lächerlich ausschauen? Muss ich nicht, kann ich aber, und will ich auch. Great Deal? Großes Geschäft? Großer Drogenhandel? nun, auch hier heißt alles: Nein.

Ich will kein großes Geschäft machen. Früher, ja da wollte ich das. Da war es mein Lebensziel, in die Wirtschaft zu gehen, und den Globalismus für mich nutzen. Kann man ein Leben aufbauen nach dem Motto “Globalismus JA! Wirtschaft, nein Danke!”? Ich glaube das geht. Falsch: Ich bin mir sogar sicher, daß es funktioniert.

Doch die Werbung per eMail war noch nicht zu Ende. Es ging weiter. Sie machen es einem ja nicht einfach zu widerstehen.

“Drive for free today” – Man hat mich ertappt. Umsonst fahren. Hammer. Nur mit was? Mit dem Auto? Das tue ich meiner Umwelt wohl nicht so exzessiv an, als daß es sich lohnen könnte, hier auf “eMail lesen” zu klicken. Und der MVV verschickt keine englischen Mails, und mein Fahrrad ist kaputt. Leider.

“Let us scan your PC for errors” – Was mir hier der “PC Doctor” anbietet, klingt fast zu schön um wahr zu sein. Er macht das alles für mich. Aber ich bin zufrieden, und außerdem steht mein Rechner ja in Karlsruhe, und ich sitze nur an dem meiner Mutter. In mir keimt der Verdacht, er hätte diese Mail nicht explizit an mich gerichtet. Ich rieche ein Falle.

“Adult: What are you Hungry For?” – Ich darbe nach essen. Ich lebe nämlich in Äthiopien, und hoffe auf eine Bohne aus den westlichen Industrieländern. Ich habe mich auf nach München gemacht, und eine Pizza gegessen.

“Looking for Love?” – Ja.

*überleg*

Als ich heute morgen in der S-Bahn saß, und meine Gedanken schweifen ließ, kam mir eine interessante Idee. Ich nahm eine Gruppe Jugendlicher wahr, die in Richtung Frankreich zu einem Schüleraustausch unterwegs waren. Zu diesem Zeitpunkt schienen sie zu existieren. Sie schienen real. Doch heute wirken sie nur wie ein dunkler Schatten in meiner Erinnerung, und sie existieren für mich nicht mehr.