Neues aus Karlsruhe

Nach einer recht langen Zeit muss ich mich doch mal wieder zu Worte melden. Ich bin nun schon seit einer Woche in Karlsruhe, und studiere so vor mich hin. Ziellos, verplant und ohne große Taten ist daher auch die letzte woch vorübergezogen.

Am Anfang war das Internet. Oder eben auch nicht – wie in meinem Fall. Von zu Hause aus ist nichts mit Internet (bestenfalls per Modem, aber das fällt aus wegen Bodennebel in beide Richtungen), also musste ich letzte Woche erstmal schauen, daß ich mit Hilfe der Uni wenigstens ins gelobte Land komme. Immerhin wurde bei ziemlich jeder Vorlesung darauf hin gewiesen: “Ach, das ist ganz einfach. Die Aufgaben findet ihr dann im Internet (…)”, oder “Zu den Tutorien könnt ihr euch ganz einfach im Internet anmelden. Das Ergebnis der Einteilung ist dann unter der Adresse http://ww(…)”. Als Mensch, der es gewohnt ist, Rückschläge einzustecken, war ich zunächst darauf vorbereitet, aber irgendwann war es dann doch zuviel. Also habe ich zumindest den Donnerstag abend, und fast den ganzen Freitag damit verbracht, mein Laptop mit Hilfe des ortsansässigen W-LAN-Netzes ins Internet zu bekommen. Was zunächst nicht funktionieren wollte, und so musste auch ein Teil des Samstag Nachmittags herhalten, mich ins Internet zu befördern.

Wie man hier lesen kann, habe ich es dann doch geschafft – auch wenn mich die ganze Aktion rund 70 Euro gekostet hat, da ich ja noch keine W-LAN-Karte hatte. Am Samstag nachmittag wollte ich dann nun auch noch einen Drucker haben. Gesagt, gekauft – natürlich ohne vorher das Schild zu lesen “Diesem Drucker liegt kein Druckerkabel bei. Bitte kaufen sie eines seperat. Vielen Dank, ihre Abzocker”. Da ich das aber erst am Abend – kurz nach acht – sehe, lese und verstehe, war es zu spät. Ich musste nun ein Wochenende mit einem Drucker in meinem Zimmer verbringen, welcher nicht einmal funktioniert. Nun, er sieht schon gut aus, auf meiner Stereoanlage, und er ist auch toll, wenn er mit seinen LEDs zwinkert, aber zu diesem Zeitpunkt war er mehr als ein teures Designerstückchen anzusehen, bestenfalls geeignet, die Wohnung zu verschönern/verunstalten (je nach Sichtweise). Das ganze hat dann schonmal wieder fast 80 Euro verschlungen.

Der Sonntag war dann wieder ein üblicher Sonntag, keine Besonderheiten. Bestenfalls vielleicht, daß ich einen Film im Fernsehen angesehen habe, den ich mir sonst nie angeschaut hätte, aber “mir hamms ja”.

Nun, über den Montag lässt sich ein wenig mehr sagen. Mir wurde gesagt, bzw. ich habe recherchiert, daß etwa 75% des Campus mit dem uniinternen W-LAN-Netz versorgt sind. Komischerweise habe ich es bis jetzt nur im Rechenzentrum geschafft “reinzukommen”. Am Nachmittag gelang es jedoch, in der Mensa bei einer Zigarette ins Netz zu kommen. Daraufhin erstmal die eMails vom Server abgeholt, und – weil das so viele waren – natürlich zu spät zur Informatikvorlesung gekommen. Kein Problem, in dem Raum haben 800 Studenten locker Platz, und so setze ich mich auf einen Platz, schließe die Augen, und wache gegen Ende der Vorlesung wieder auf. Zumindest kam es mir so vor, denn in diesen Vorlesungen fühlt man sich manchmal ein wenig fehl am Platze. Nun noch schnell 90 Minuten Pause – in dieser Zeit schnell noch ein USB-Kabel fürden Drucker, und “Bad Boys (FSK 18)” für die Seele rauslassen – und schon geht es weiter: Informatiktutorium.

Nun, nicht ganz. Es war mehr das sogenannte “Rechnerpraktikum”. *argh-kotz-argh* Hierbei konnte Mann/Frau Fragen zu den ersten Aufgaben stellen. Diese gestalteten sich ungefähr so: “1. Schalte deinen PC an. 2. Denk dir nichts. 3. Du DENKST JA!!!! Nicht denken bitte. 4. Du kannst es aber auch nicht sein lassen, oder? 5. Ok, dann denk dir halt deinen Teil. 6. Und nun schicke deinem Tutor eine eMail.” So, vom Sinn her nur leicht verändert :-D , war die Aufgabe, und dazu konnte man nun Fragen stellen: “Also ich bin da mit einem Formular nicht klar gekommen”, oder “Wie ist eigtl. mein Name?” – “Dein Name ist die Nummer auf deinem Studi-Ausweis!”. Aha, wir sind schlauer.

Und so schließt sich dann der Kreis, daß ich jetzt, Montag Abend hier sitze, und schonmal diesen Eintrag vorschreibe, um ihn morgen – das wäre dann für den interessierten Leser, der Tag der etwas weiter oben ziemlich fett gedruckt steht – auf die Webseite zu setzen.

Und so kommt mir der Gedanke, daß ich leider recht plötzlich und schnell verschwunden bin – aus München. Soll vorkommen, und daher hatte ich nunmal auch nicht die Zeit mich von allen zu verabschieden, von denen ich mich gerne verabschiedet hätte. Und ich hatte noch nicht einmal die Gelegenheit, meine tolle Abschiedsseite hier auf Kumi Na Tano zu stellen. Wie heißt es so schön? “Das Leben besteht aus verpassten Chancen!”, und daß sehe ich mittlerweile ganz genauso. Dennoch plane ich demnächst mal wieder nach München zu kommen, und spätestens zum Konvent (21. – 23. November) bin ich auf jeden Fall in München.

Meine neue Adresse stelle ich verständlicherweise nicht ins Internet, wer sie haben will, kann mir ja ne eMail oder SMS schicken, ich werde sie dann so verteilen.

About HG

Nun mal nur so...
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