Monthly Archive for September, 2003

Führerschein

The time of prophecy is upon us! Soon the world will belong to me!!!

I did it! Jetzt mach ich auch bald die Straßen unsicher.

Die Wahl in Bayern ist vorbei

Es war ja klar, daß Stoiberchen gewinnen würde. Und auch seine Zwei-Drittel-Mehrheit schien seit je her sicher. Aber in dieser Gewissheit nun zu leben…

Mal sehen, wie die beiden Volksentscheide abgelaufen sind. Ich *hoffe*, daß wenigstens das “Konnexitätsprinzip” durchgekommen ist. Let’s see.

An alle, die glauben, es gäbe keine Probleme

Obwohl ich die Theorieprüfung für den Führerschein bestanden habe, gibt es dennoch große Probleme, um die ich mich kümmern muss: Seit etwa einer Woche habe ich meine normale Fernbedienung für die Stereoanlage verloren. Seitdem liegt nur die FB für den DVD-Player auf meinem Schreibtisch. Nun, besser gesagt: lag. Denn jetzt ist auch sie meinem Blickfeld entwischt. Das bedeutet ich muss jetzt aufstehen, um ein paar Lieder zu überspringen. Das Leben ist schon wirklich hart.

Spamming von kuminatano.de

Seit dem 12.9.2003 werden Spam-Emails von Adressen der Domain kuminatano.de verschickt. Es handelt sich bei diesen Emails um manipulierte Emails, die absolut nichts mit mir oder TimiS zu tun haben. Leider ist es sehr schwierig, dagegen vorzugehen. Da die eMails nicht über meinen Server verschickt werden, sondern lediglich mit Hilfe von manipulierten Absender-Daten verschickt werden.

Ich betone nochmals, daß Kumi Na Tano mit diesen Mails nicht das geringste zu tun hat.

Alles sinnlos …

… wenn man eine URL in den Lesezeichen hat, diese zu vergessen. Von nun an schwebe ich also immer in der Gefahr, mir aus Frust was bei amazon.de von überall zu bestellen.

Nein!!!

Und wieder einmal einen Fehler gemacht: Nachdem ich mal wieder kurz auf amazon.de geklickt hatte, um herauszufinden, welche speziellen Angebote diesmal auf mich warten, bin ich versehentlich auf einen Link gekommen. “amazon.de mobil”. Tja, schon hatte ich sie, die böse URL, die man sich leider zu leicht merken kann. Und eben jene muss ich jetzt ganz schnell wieder vergessen, nicht daß ich plötzlich anfange, aus reiner Langeweile während einer Sitzung oder in einer Bar, bei Amazon.de mir die neuesten CDs, Bücher und DVDs nach Hause zu bestellen. Verdammter Kapitalismus, die ziehen mir einfach nur immer weiter das Geld aus der Tasche. *hmpf*

Tauchen

Unendliche weiten – Wasser – die Schwerelosigkeit. So sieht es aus wenn man im Fernsehen die wunderschönen Unterasserbilder aus dem Roten Meer oder den Malediven sieht.

Ja auch ich wollte diese Erfahrung machen. Also Tauchkurs gebucht. Theorie hinter mich gebracht und dann ging es los. Ab ins Tauchbecken. Nachdem Montag noch Schnorchelübungen ohne Gerät anstanden, durften wir am Dienstag das erstemal richtig tauchen im 5 Meter Becken des Freibades Unterhaching).

Von Schwerelosigkeit war in der ersten Stunde nicht viel zu spüren. Mein sanfter Abstieg war mehr ein erst nicht runter kommen und dann absinken wie ein Stein. Mist so sollte es nicht sein *grmpf*. Nach ein paar Übungen ging das dann aber schon ein bischen besser. Man fühlt sich da unten echt ein bischen wie in der Schwerelosigkeit (bzw.: Wie ich mir die Schwerelosigkeit vorstelle – ich war ja schließlich noch nie da). Mittwoch und Donnerstg waren wir auch wieder unten. Es war herllich und ich werde es vermissen. Gestern haben wir es auf sogar 79 Unterwasserminuten gebracht. Profis werden jetzt lachen wie viel Luft wir verbrauchen, aber ich finde es richtig gut.

Ich kann nur jedem empfehlen einen Tauchkurs zu machen, und das auch bei einer guten Tauchschule (Achtung Werbung!!!!!!)http://www.divesport.de . Auch mich hat der Kapitalismus ergriffen. Nicht wie HG bei den Tönen aus der Stereoanlage sondern viel mehr beim schweben unter Wasser. Scheiß Kapitalismus – warum muß auch alles so teuer sein. Naja auf jeden Fall freu ich mich schon auf meine Freiwassertauchgänge. Vielleicht gibt es dann mehr und evtl. sogar mit Fotos – nein nicht von mir sondern vom Starnbergersee Unterwasser.

Adioso TimiS

Probleme über Probleme

Da bringen ein paar sehr schlaue Menschen Bücher über den 11. September raus. Fernab der Realität konstruieren sie eine Weltverschwörung zusammen, und andere Menschen glauben das, was sie gerade gelesen haben. Ich persönlich kann diesem ganzen Kram nur wenig abgewinnen, würde aber dennoch ganz gerne mal eines dieser Bücher lesen, nur um mal zu erfahren, was die Autoren für Vorstellungen und Probleme mit dem 11. September haben.

Leider sehe ich aber nicht ein, für solche Bücher Geld auszugeben, denn jeder Euro, der in solche Kreise gerät ist verschwendet.

Süssmuth for President

Die politische Lage in diesem Land ist mehr als angespannt. Ständiges Belauern zwischen SPD und CDU/CSU bestimmt die politische Landschaft. In den nächsten Monaten stehen schwere Entscheidungen an – Gesundheitsreform, Rentenreform, Reform der Gemeindefinanzen um nur einige zu nennen. Dazu kommt, daß die SPD als Regierungspartei nicht sonderlich hoch in der Gunst der Wähler steht, und nur noch Idealisten glauben an einen Wahlsieg von Rot/Grün im Jahre 2006.

Und dann kommt noch die Wahl zum Bundespräsidenten auf die Parteien zu. Schon häufig deutete diese eine Wahl die politsche Entwicklung an. 1969, als Willy Brandt Kanzler wurde, konnte sich die SPD mit der FDP zusammenraufen, und gemeinsam kürte man Gustav Heinemann zum Präsidenten, und wenige Monate stellte man gemeinsam die Regierungsmehrheit im Parlament.

Daher ist diese Wahl natürlich brisant. Rot/Grün kann keinen eigenen Kandidaten durchdrücken, ohne auf “Abweichler” in der CDU/CSU oder FDP zu hoffen. Aber auch die CDU/CSU hat keine eigene Mehrheit, und ist auf die FDP angewiesen. Daher ist bei dieser Wahl zum Bundespräsidenten die Parteipolitik nicht wegzudenken.

Und schon kommt aus der SPD eine Überlegung, die an Sprengkraft kaum zu überbieten ist. Man schlägt einfach Rita Süssmuth (CDU) als SPD-Kandidatin vor. Das politische Erdbeben wäre programmiert. Besagte Dame wäre für alle Parteien wählbar, von Grün bis Schwarz sollte jede Partei mitziehen können. Wenn da nicht dieses stete Belauern zwischen SPD und CDU/CSU wäre.

Die SPD könnte einen Erfolg verbuchen: Würde Rita Süssmuth (CDU) als SPD-Kandidatin gewählt, hätte der Kanzler endlich einen großen Erfolg verbucht: Er hätte das Amt des/der BundespräsidentIn “entpolitisiert” und aus dem Parteienalltag herausgehoben, in dem er die meist geeignete Kandidatin vorschlug. Die CDU würde im Erdboden versinken, immerhin müsste sie gegen Rita Süssmuth stimmen, wenn sich Angela Merkel eine Kanzlerkandidatur vorbehalten möchte – kein Zweifel, Merkel möchte die erste Kanzlerin Deutschlands werden.

Daß aber Angela Merkel den offenen Kampf gegen Rita Süssmuth wagen würde, ist mehr als nur zweifelhaft. Süssmuth ist sicher eine der angesehensten Damen des politischen Geschäfts, und daher nicht ganz chancenlos, und ob Angela Merkel einen Kampf gegen Süssmuth gewinnen könnte, ist auch mehr als fraglich.

Es werden noch spannende Monate, wobei ich befürchte, daß es kaum weitere gut geeignete Kandidaten/Kandidatinnen gibt, die mit Rita Süssmuth in einer Liga spielen. Weiterhin muss nämlich befürchtet werden, daß Rita Süssmuth nicht kandidiert, wenn sie erkennt, daß sie sich mit ihrer Kandidatur zwischen die Fronten der Parteien schiebt.

To heap or not to heap

Deutsche Werbeagenturen hatten ja schon immer ein bißchen Probleme damit, daß sich die deutsche Sprache für manche Sachverhalte einfach nicht eignet. Vor einiger Zeit behauptete nun der Hersteller der allseits bekannten “Kinderriegel”, daß das eigene Produkt zu verzehren wäre, sollte der Konsument aus unerfindlichen Gründen von einem “Milch-Heaper” gepackt werden.

Glücklicherweise klärte uns der Hersteller auf, daß es sich bei einem “Heaper” grob übersetzt um ein Verlangen handle. Wir Konsumenten konnten aber nicht eher wieder ruhig und ohne Albträume schlafen, bis die Werbung wieder dorthin gegangen ist, wo sie her kam: In den Arsch eines Angestellten einer Werbeagentur.

Leider ist der “Heaper” wieder aufgetaucht. Nun ist es einfach an der Zeit, nachzuforschen. Schlagen wir doch einmal nach. “to heap” müsste also in etwa heißen “(etwas) verlangen, sehnsüchtig erwarten”, damit aus “heaper”, einem Substantv, das “Verlangen” werden kann. In meinem kleinen Wörterbuch fand sich noch nicht einmal eine ähnliche Bedeutung von “(to) heap”, vielmehr wurde als Übersetzung “Haufen, Menge, Masse” angegeben.

Das ist überraschend. Offensichtlich ist bereits “heap” ein Substantiv. Doch halt, es geht weiter: “heap up” wird zu “(auf)häufen, überhäufen”. Wieder nichts. Also weg mit dem kleinen Wörterbuch, und her mit dem einsprachigen Lexikon “Oxford – Advanced Learner’s dictionary”, dem Schinken, der wohl jedem Schüler bekannt sein dürfte. Auch in diesem umfassenden Wörterbuch der englischen Sprache findet sich kein Hinweis darauf, daß “heaper” auch nur halbwegs “Verlangen” heißen könnte.

Im Gegenteil. leo.org wird eingschaltet. Ich suche nach “heaper”. Leider gebe es kein Wort “heaper” sprach die Fehlermeldung zu mir. Gleiches Ergebnis bei google.

Suche auf leo.org nach “heap”. Ein paar Überlegungen. “Milchheaper” müsste etwa “milkheap”, “milk heap”, “heap of/for milk” heißen. Ein paar schöne Möglichkeiten: “heap of rubble – der Trümmerhaufen”, “garbage heap (Amerikanische Mundart) – der Müllhaufen”.

Nun sind wir der Bedeutung des Milchheapers auf die Spur gekommen: Es heißt also, aus dem denglischen übersetzt Milchhaufen. Wenn dich also der Milchhaufen packt, dann ist es wirklich an der Zeit, die Medikamente wieder zu nehmen, die der liebe Onkel Doktor uns gegen diverse Krämpfe, Tollwut-Anfälle und geistige Umnachtungen verschrieben hat.